Angekommen, eingeräumt und ausgeräumt

Von Wiebke Karla – Flensburg. Das erste Vorurteil ist schon ausgeräumt. Im Norden sind die Menschen rau, man braucht Zeit, um mit ihnen warm zu werden. Falsch. Meine Kapitänswohnungs-Vermieterin, waschechte und gebürtige Flensburgerin wie sie stolz verkündet, könnte es in Sachen Warmherzigkeit mit jeder italienischen Mama aufnehmen. Von wegen rau. Ich bin noch keine zwei Stunden da, da kenne ich sie und jeden wichtigen Imbiss in der Stadt. „Sie müssen die Woche doch auch was essen“, sagt sie und kurvt mit mir durch Flensburg.

Auf dem Weg zu Redaktion – „Kommen Sie, ich zeige ihnen schnell, wo Sie morgen früh hinmüssen“ drehen wir auch noch eine Runde durch die Stadt. Ich weiß jetzt: Neben dem schicken neuen SHZ-Medienhaus gibt es den „kultigsten“ Döner-Mann der Stadt, „immer lange Schlangen“. An der Ecke gibt´s die beste Currywurst, die angesagteste Pizzeria der Stadt liefert auch, der Grieche auf dem Weg zum Medienhaus ist ebenfalls spitze und der chinesische Imbiss des Vertrauens hat samstags geschlossen. Weil sich das Betreiber-Pärchen an diesem Tag nur um seinen Sohn kümmern will. Wochenendgeschäft hin oder her.

Gott sei Dank ist heute Sonntag, wir hatten uns für chinesisch entschieden. Und so beginne ich den Reporterausstausch mit rotem Curry, scharf, mit Blick aufs Meer. Besser könnte es nicht starten.

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