„Dann fahre ich mal nach Hagen“

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Antonia Huber. Foto: Hagemann

Von Florian Hagemann – Hagen hatte vor zehn Jahren noch knapp 200 000 Einwohner und damit fast 7000 mehr als heute.  Das Verlassen war also stärker ausgeprägt als das Ankommen. Wen aber zieht es nach Hagen? Antonia Huber zum Beispiel. Die 27- Jährige beginnt in diesem Monat  als technische Sachbearbeiterin für die Verkehrsplanung bei der Stadt Hagen. Was sie sich von Hagen erwartet, verrät sie im Interview über das Empfinden eines Ankömmlings.

Antonia Huber, sind die Umzugskartons schon gepackt?
Antonia Huber: Ich fange gerade an, alles zusammenzusuchen, damit ich bis Samstag das Meiste  beisammen habe, wenn ich tatsächlich in Hagen aufschlage.
Was zieht Sie nach Hagen?
Zum einen ist Hagen nicht so weit weg von meinem derzeitigen Wohnort Kassel und von meiner Heimatstadt Herford, zum anderen hat die Stellenausschreibung perfekt auf mich  gepasst. Ich werde bei der Stadt als Nahverkehrsplanerin im Fachbereich Stadtentwicklung, Stadtplanung und Bauordnung beginnen. Insofern war Hagen eine ziemlich kurzfristige Angelegenheit für mich.
Inwiefern?
Ich bin erst einmal in Urlaub gefahren, nachdem ich einige Absagen nach Vorstellungsgesprächen bekommen habe. Als ich dann wieder zu Hause war, lag die Einladung aus Hagen im Briefkasten, und ich habe mir von heute auf morgen gedacht: Dann fahre ich mal nach Hagen.
Was verbinden Sie mit Hagen?
Ganz ehrlich: Ich war noch nie zuvor in Hagen, bevor ich zum Vorstellungsgespräch dorthin gefahren bin. Ich wusste noch nicht einmal genau, wo Hagen liegt. Als ich das dann in Erfahrung gebracht habe, war ich fast ein bisschen überrascht, und ich habe mir gedacht: Oh, das liegt ja in der Mitte Nordrhein-Westfalens.
Wie war denn dann der erste Eindruck, als es zum Vorstellungsgespräch nach Hagen ging?
Gar nicht schlecht. Der Termin war im September, an einem der letzten richtig heißen Tage im Jahr, das war natürlich schon mal von Vorteil. Der neu gestaltete Bereich rund um das Rathaus hat auch Eindruck hinterlassen. Mehr habe ich erst gesehen, als ich dann eine Wohnung im Hochschulviertel gesucht habe. Da ist mir erst einmal aufgefallen, wie grün Hagen ist. Das hat mir gut gefallen.
Wie waren denn die Reaktionen im Freundes- und Bekanntenkreis, als Sie erzählt haben, dass Sie nach Hagen ziehen? 
Sehr interessant und ziemlich witzig. Manche haben mich ungläubig angesehen und gefragt: ,Wie, du ziehst nach Hagen?’ Ansonsten gab es wirklich viele, die einen Bezug zu Hagen hatten: Der eine ist in Hagen geboren, der andere hat dort einmal gelebt. Irgendwann habe ich gedacht, die ganze Welt käme aus Hagen.
Was erwarten Sie sich denn von Hagen?
Ich bin sehr offen für Neues und hoffe, viele interessante Leute kennenzulernen. Ich habe gehört, das kulturelle Angebot in Hagen soll sehr breit gefächert sein. Das will ich nutzen, zum Beispiel möchte ich mal in Ballettvorführungen gehen. Mein Ziel ist es, auch wieder in einer Lateinformation tanzen zu können. Ich habe mich schon informiert. In Hagen selbst ist das wohl nicht möglich, aber im Umkreis  schon.
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