Die Suche nach der Straßenbahn

Von Florian Hagemann – Hagen. Hagen ist schon ein bisschen gemein. Es liegt versteckt in einem Kessel, es nieselt nicht selten, und dann sorgt es gern mal für Verwirrung. Hat eine Fernuni, die ganz nah ist, hat vermeintliche Schnellstraßen, auf denen aber nur Tempo 50 erlaubt ist, und was sich Vorhalle nennt, ist nicht überdacht.
Schließlich gibt es da noch die Sache mit der Straßenbahn. Erster Termin im Rathaus beim Bürgerservice. Die nette Dame händigt einem das aus, was dem Neuen so behilflich sein könnte: eine Theaterkarte, Gelbe Säcke (!) und einen Fahrplan der Hagener Straßenbahn, was zwangsläufig zur Frage führt: Ja, wo fährt sie denn? Die Straßenbahn?
Zweifel kommen auf, ob die Brille womöglich doch aus zwei Tomaten besteht. Zumindest: weit und breit keine Straßenbahn in Sicht. Hat sie sich etwa in den Untergrund zurückgezogen, wie es die Züge in Stuttgart machen werden – „Hagen 21“ quasi? Der Kollege löst das Rätsel letztlich auf: Tram war früher. Was geblieben ist, das ist der Name für den Öffentlichen Nahverkehr: Hagener Straßenbahn.
Das muss einem erst einmal gesagt werden. Nur gut, dass es die Hagener ausschließlich mit der Straßenbahn so gemacht haben und nicht etwa auch mit dem Theater Hagen, sonst blieben am Ende nur noch die Gelben Säcke vom Begrüßungspaket. Das mit der Tram ist letztlich verkraftbar. Zu Fuß lässt sich viel mehr entdecken, und ich komme auch so voran, denn ich bin in Hagen, Mann!

 

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