Moin, Rostock!

Von Tobias Jöhren – Rostock. „In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung“, hat der Sänger Bernd Begemann einmal gesagt. Und jetzt sitze ich hier. In Rostock, einer Stadt mit einem sehr, sehr großen Hafen, und habe die Hoffnung auf eine spannende Woche bei den Norddeutsche Neueste Nachrichten. Es ist  die Hoffnung, eigentlich eher die Vorfreude, auf eine Woche mit zahlreichen neuen Eindrücken, neuen Kollegen und im Idealfall vielen spannenden Geschichten.

Reportertausch nennt sich das Projekt, das mir diese Woche an der Ostsee ermöglicht. Zugegeben, das klingt ein bisschen nach billigem Privatfernsehen, wo Ehefrauen von A nach B durch die Republik geschickt werden. Dennoch ist der Gedanke hinter dem Reportertausch ein kluger: Eine Woche Lokaljournalismus mit dem “fremden Blick“ – völlig unbefangen. Vielleicht sieht man die  Stadt von außen ganz anders, vielleicht stellt man als “Reporter-Tourist“ die besseren Fragen, vielleicht kann man Sie, die Leserinnen und Leser der NNN, positiv überraschen.  Es ist ein Versuch, er kann gut-, er kann auch  schiefgehen. Das ist mir klar. Trotzdem habe ich Lust, es in den nächsten Tagen auszuprobieren.

Eine Sache muss ich dabei gleich vorweg schicken: Ich war noch nie hier. Ich weiß auch nicht viel über Rostock. Aber was  nicht ist, soll in dieser Woche werden. Und der erste Eindruck ist absolut positiv. Ich kann beim Blick aus meinem Hotelzimmer das Wasser sehen, und wenn ich das Fenster öffne, bilde ich mir zumindest ein, das Meer riechen zu können – viel mehr geht beim ersten Date nicht.

Von nun an lasse ich mich überraschen, was kommt, was Rostock zu bieten hat. Sicherlich werde ich dabei vergleichen. Was hat Rostock, das Dortmund, Köln und Münster nicht haben? Es sind diese  drei Städte, die mich am meisten geprägt haben. Ich bin  waschechter Nordrhein-Westfale. Aufgewachsen in Münster, studiert in Köln, beruflich gestrandet in Dortmund – als Sportreporter bei den Ruhr Nachrichten.

Nun tausche ich also für eine Woche Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß. Das finden sie in Dortmund nur bedingt witzig. Dort, wo die meisten Leute sogar ein Problem mit einem strahlend königsblauen Himmel haben. Dann lieber bedeckt, grau und regnerisch. Alles, aber bitte nichts Blaues.

Wolkenloser Himmel ist mir in Rostock noch nicht vergönnt gewesen. Dafür gibt’s hier Wind. Viel Wind. So viel habe ich schon mitbekommen. Meine Zeit in Rostock darf gerne stürmisch werden. Ich freu’ mich drauf.

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